Urban Gardening in Stuttgart

Fernsehturm in Stuttgart

Mit Urban Gardening möchte man die Natur und Gärten zurück in die Stadt holen. Jeder erdenkliche Ort wird zum Pflanzen von Gemüse und Kräutern genutzt. In Stuttgart gibt es zwei sehr erfolgreiche Projekte zum städtischen Gärtnern. *unbezahlte Werbung*

In der Nähe vom Canstatter Wasen, auf dem Gelände des ehemaligen Zollamtes, gibt es den urbanen Garten „Inselgrün“. Er gehört zur Kulturinsel Stuttgarts und ist eine kleine Oase mitten in der Großstadt. Es wird in allen möglichen Gefäßen und Hochbeeten gesät und gepflanzt. Tomaten, Kohlrabi, Paprika und verschiedene Kräuter wachsen und gedeihen unter den unterschiedlichen Helfer. Denn der Garten ist frei zugänglich und kann von jedem genutzt werden. Wer keine Möglichkeit hat selbst zu gärtnern, ist hier goldrichtig. Hier darf gegossen, Unkraut gezupft und geerntet werden. Aber auch Ruhe kann man hier finden. Ein Buch lesen inmitten des kleinen, grünen Paradieses. Wenn nicht gerade eine Kinderschar durch die Beete hüpft. Die wissbegierigen kleinen Stadtbewohner kommen mit ihren Schulklassen zu Besuch und lernen wie man mit guter Pflege, aus einem Pflänzchen eine erfolgreiche Ernte erhält. Und das Tomaten nicht im Supermarkt wachsen.

Lust zu gärtnern? Aber keine Ahnung wie man sät oder pflanzt? Es gibt immer wieder Workshops und bestimmt findet sich jemand, der Dir weiterhilft. Die aktuellen Termine findest Du auf der Facebookseite. Wir waren ganz spontan zu Besuch und wurden herzlichst begrüßt. Voller Stolz bekamen wir eine Führung durch den, zuerst chaotisch wirkenden Garten. Mit viel Liebe und Herzblut wird hier gewerkelt. Holz und Werkzeug steht zur Verfügung. Aktuell wird an Pergolas gearbeitet. Die Bewässerung der Pflanzen ist noch ein Problem, denn einen Wasseranschluß gibt es nicht. Regenwasser wird über die Werkstatt aufgefangen und wird im Hochsommer kaum reichen. An dem Problem wird getüftelt.

Man kann wohl alles zum Bepflanzen benutzen

Die Initiative zum Gärtnern und Entspannen gibt es seit 2012 und wird seit 2019 vom Institut ökologische Wirtschaftsforschung Berlin gefördert. Untersucht werden die Empfehlungen für nachhaltige und grüne Flächenplanung in Großstädten.

Das zweite Projekt ist direkt in der Innenstadt von Stuttgart, auf dem Züblin Parkhaus. Das oberste Parkdeck wird für Urban Gardening genutzt.

Urban Gardening in der Innestadt von Stuttgart

Gegründet wurde das Projekt „Ebene 0“ 2012. Das Parkhaus wird für Kunst, Kultur und auch für städtisches Gärtnern genutzt. Auch hier ist das Motto: wer hilft darf auch etwas mitnehmen. Und während ich diese Zeilen tippe, zeigt mir meine Tochter einen Zeitungsarktikel vom April diesen Jahres. Leider hat der Parkhausbetreiber den Machern des Projektes auf Ende Juni diesen Jahres gekündigt. Gegärtnert darf weiterhin. Aber auch die Zeit ist absehbar, denn das Parkhaus soll in zweieinhalb Jahren abgerissen werden. Vielleicht findet sich ein neuer Platz. Parkhäuser gibt es ja einige in Stuttgart.

Alter Engelbergtunnel

Auch vor den Toren Stuttgarts, in Leonberg, gibt es ein Urban Gardening Platz vom Naturschutzbund, NABU. Auf dem ehemaligen Engelbergtunnel nimmt eine Naturpädagogin Kindergruppen mit, um spielerisch die Natur, Umwelt und Pflanzenwelt zu erkunden. Einmal wöchentlich treffen sich die kleinen Naturfreunde und lernen etwas zu Knollen, Nistkastenpflege und Gemüse sehen. Aktuell gibt es dort eine große Ernte an Zucchini und Tomaten. Zwischendurch werden Waldexkursionen unternommen oder auch mal Müll eingesammelt. Und das im ganzen Jahr, bei jedem Wetter.

Gibt es in Deiner Stadt auch Urban Gardening Projekte? Oder hast Du zu dem Thema einen eigenen spannenden Beitrag? Dann würde ich das gerne verlinken

Bleibt gesund! Eure Gebersheimer

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